EHEC-Ausbruch in den USA: Erreger aus Römersalat tötet fünf Menschen

In den Vereinigten Staaten sind in den vergangenen Wochen fünf der 197 mit EHEC-Erregern infizierten Menschen gestorben. Mittlerweile seien 35 Bundesstaaten vom Ausbruch betroffen, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC in Atlanta mitteilte. Todesfälle verzeichneten die Bundesstaaten Kalifornien, Arkansas, Minnesota und New York. Anfang Mai hatte die CDC zunächst einen Toten und insgesamt rund 120 Infizierte gemeldet.

Offenbar stammt der Erreger aus einem Typ Römersalat aus der Region Yuma, die im Bundesstaat Arizona an der Grenze zu Mexiko liegt. Die ersten Krankheitsfälle wurden Mitte März gemeldet. Die US-Gesundheitsbehörde rief zunächst dazu auf, keinen Römersalat aus der Gegend zu essen. Einige Erkrankte hatten aber offenbar selbst keinen Salat gegessen, sondern lediglich engeren Kontakt mit Infizierten.

Bei dem EHEC-Erreger handelt es sich um eine Sonderform der Kolibakterien. Die Infektion kann blutige Durchfälle auslösen und zu Nierenversagen führen, es gibt aber auch unscheinbare Verläufe. Der schwere Verlauf der Erkrankung endet in etwa zwei Prozent der Fälle tödlich. In Deutschland tritt die Krankheit immer wieder mal auf, jährlich werden rund 1.000 EHEC-Fälle gemeldet. Im Frühjahr 2011 hat die größte deutsche EHEC-Epidemie 53 Menschen das Leben gekostet. (dpa)

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