Merkel und Trump führen Telefongespräch über Zölle, China und Russland

Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump haben am Dienstag unter anderem über den Umgang mit dem umstrittenen Thema Zölle telefoniert. Das teilten das Weiße Haus sowie die Bundesregierung mit. Beide hätten unter anderem auch über die Frage einer Zusammenarbeit im Kampf gegen Chinas Handelspraktiken und Praktiken des geistigen Diebstahls diskutiert, erklärte das Weiße Haus.

Laut Bundesregierung sprach sich Merkel für einen "Dialogprozess" zwischen der Europäischen Union und den USA zur Handelspolitik unter Berücksichtigung des regelbasierten internationalen Handelssystems aus.

Die USA hatten die EU vorläufig von den umstrittenen US-Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen. In Verhandlungen soll es nun um die künftige Handelspolitik gehen.

Darüber hinaus ging es bei dem Telefonat den Angaben zufolge um die Krise in Nordkorea und um die Antwort des Westens auf die Politik von Kremlchef Wladimir Putin. Merkel und Trump hätten die gemeinsame Antwort des Westens mit der Ausweisung zahlreicher Geheimdienstleute gelobt, teilte das Weiße Haus weiter mit. Angesichts des Nervengiftanschlags in Großbritannien hätten die Bundeskanzlerin und der US-Präsident ihre Solidarität mit London bekräftigt, erklärte die Bundesregierung. (dpa)

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