Walsterben vor Australiens Westküste: Nur fünf von gut 150 gestrandeten Tieren überleben

Nach vergeblichen Versuchen, gut 150 an der Westküste Australiens gestrandete Wale zurück ins Wasser zu bugsieren, haben nur fünf der Tiere überlebt. Wie der Sender ABC am Samstag berichtete, waren zunächst sechs Meeressäuger mithilfe von Kränen zu einem anderen Teil des Strandes an der Hamelin Bay gebracht und zurück ins tiefe Wasser geleitet worden. Einer von ihnen strandete aber erneut und musste getötet werden. Die Räumung der Tierkadaver könnte mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Zuvor waren in der Bucht etwa 300 Kilometer südlich der Großstadt Perth mehr als 150 Wale gestrandet - die meisten davon Kurzflossen-Grindwale. Sie waren am Freitagmorgen von Fischern entdeckt worden, die gerade aufs Meer hinausfahren wollten. Helfer versuchten, die Wale wieder zurück ins Wasser zu bugsieren. In den allermeisten Fällen hatten sie damit jedoch keinen Erfolg. Experten wollten den toten Walen DNA-Proben entnehmen, um zu klären, weshalb sie an Land geschwommen waren.

Mehr zum Thema - Über 150 Wale an Australiens Westküste gestrandet

Kurzflossen-Grindwale werden in der Regel etwa fünf bis sieben Meter lang. Sie wiegen bis zu drei Tonnen. Im Unterschied zum Gewöhnlichen Grindwal, der kältere Regionen bevorzugt, sind sie in verhältnismäßig warmen Gewässern zu finden. (dpa)