IWF-Chefin: Ukraine braucht zusätzliche 48 Milliarden US-Dollar

Der Westen leistet der Ukraine weiterhin militärische sowie finanzielle Hilfe. Nach Angaben der IWF-Chefin Kristalina Georgijewa benötige Kiew im Jahr 2023 bis zu 48 Milliarden US-Dollar zusätzlich. Die EU und internationale Organisationen seien bereit, diese zur Verfügung zu stellen.

Am Dienstag hat Kristalina Georgijewa, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), auf dem World Government Summit in Dubai erklärt, die Ukraine werde im Jahr 2023 zwischen 40 und 48 Milliarde US-Dollar an zusätzlichen Geldmitteln benötigen. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds sowie andere Organisationen würden Kiew mit der externen Finanzierung unterstützen, damit das Land funktionieren könne.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine stabilisierende Rolle bei der Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft und des ukrainischen Volkes spielen müssen."

Die IWF-Chefin wies auch darauf hin, dass die Ukraine wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation und zur Stützung der nationalen Wirtschaft ergreife, indem sie die Bevölkerung weiterhin mit grundlegenden Dienstleistungen versorge und Renten sowie Gehälter für Lehrer und Ärzte zahle. Georgijewa zufolge hätten diese Maßnahmen sich bisher als erfolgreich erwiesen, trotz einer Inflationsrate von 20 bis 25 Prozent.

Zuvor hatte der Finanzminister der Ukraine, Sergei Martschenko, erklärt, dass der Haushaltsentwurf des Landes für das Jahr 2023 ein Defizit von 38 Milliarden US-Dollar vorsehe. Ende Oktober 2022 hatte Präsident Wladimir Selenskij auf einer Konferenz in Berlin per Videolink die Hoffnung geäußert, dass der Westen die Lücken im ukrainischen Haushalt für das Jahr 2023 decken werde.

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