Nachfrage gestiegen: Russland exportiert mehr LNG

Trotz der Bemühungen der westlichen Länder, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern, wurden die Bezüge von russischem Erdgas in verflüssigter Form als LNG erhöht, wie Bloomberg schreibt. Die Zahlen beziehen sich auf die letzten Monate. Zum Winter könnte es mehr werden.

Die Exporte von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Russland sind im Oktober trotz des Vorstoßes des Westens, die Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem sanktionierten Land zu verringern, stark angestiegen, wie von Bloomberg zusammengestellte Schiffsdaten am Mittwoch zeigten.

Obwohl der supergekühlte Brennstoff nicht sanktioniert wurde, haben einige Käufer Berichten zufolge Lieferungen aus Russland vermieden. Die LNG-Exporte aus dem Land nehmen jedoch vor dem Winter zu, wenn das kalte Wetter die Nachfrage ankurbeln und das weltweite Angebot verknappen dürfte. Im vergangenen Monat stiegen die LNG-Lieferungen seit März um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Frankreich, Japan und China gehören zu den wichtigsten Importeuren von russischem LNG, wie aus den Tracking-Daten hervorgeht, die auch zeigen, dass fast die Hälfte der Ladungen derzeit auf dem Weg zu den Kunden ist.

Die Pipeline-Gasexporte in die EU sind stark zurückgegangen, da die westlichen Sanktionen Russland dazu veranlasst haben, seine Lieferungen auf asiatische Märkte umzuleiten. Während die EU weiterhin uneins über die Festsetzung einer Preisobergrenze für russisches Gas ist, profitiert China von einem Abschlag auf die Spotmarktpreise, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Händler. Dem Bericht zufolge stiegen die chinesischen Einfuhren von russischem LNG im September um ein Drittel gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2021.

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