"Pandora Papers": Reporter berichten über Briefkastenfirmen von Selenskij und seinen Partnern

Mit dem Versprechen, die Ukraine zu sanieren, wurde Wladimir Selenskij Präsident des Landes. Die sogenannten Pandora Papers enthüllen, dass er und sein engster Kreis von einem Netzwerk von Briefkastenfirmen profitierten. Einige davon besaßen teure Immobilien in London.

Das Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) berichtet unter Berufung auf die sogenannten Pandora Papers, dass der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij und seine Partner angeblich ein Netzwerk von Nebengeschäften und Unternehmen mit Sitz in mehreren Steueroasen besaßen.

Nach Angaben der Organisation, die im Besitz betreffender Dokumente zu sein scheint, haben zwei Partner des ukrainischen Präsidenten angeblich mit Hilfe von Briefkastenfirmen teure Immobilien im Zentrum von London gekauft. Im OCCRP-Bericht heißt es:

"Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij und seine Partner in der Komödienproduktion besaßen ein Netz von Briefkastenfirmen mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln, Zypern und in Belize."

Selenskij und seine Partner bei der Produktionsfirma Kwartal 95 haben angeblich mindestens seit dem Jahr 2012 ein Netzwerk aus Briefkastenfirmen betrieben, als das Unternehmen begann, Inhalte für Fernsehsender zu produzieren, die dem ukrainischen Oligarchen Igor Kolomoiski gehören.

Am 3. Oktober veröffentlichte das Internationale Konsortium für Investigative Journalistinnen und Journalisten (ICIJ) die sogenannten Pandora Papers über das Finanzgebaren von Hunderten Politikern und Prominenten aus aller Welt.

Das Dossier umfasst insbesondere Selenskij, Kolomoiski sowie den tschechischen Premierminister Andrej Babiš.

Die Vereinigten Staaten werden in den Unterlagen des ICIJ als "wichtige Steueroase" bezeichnet.

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