Katar? Nein, danke! – Berliner Kneipen boykottieren WM

Dutzende Bars und Kneipen in Deutschland haben beschlossen, ein finanzielles Risiko einzugehen und die Übertragung von Spielen der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in Katar zu boykottieren.

Doch während manche Kneipen ganz auf Events verzichten, hat die Berliner Kneipe Fargo ein alternatives Programm organisiert, anstatt das Turnier zu zeigen, das am Sonntag begonnen hat.

In der Bar hängen Schilder mit der Aufschrift "Boykottiert Katar", dazwischen Banner von Fußballmannschaften und Schals. Am Montag, dem ersten Veranstaltungsabend in der Bar, spielten Fans Tischfußball gegeneinander.

Fargo-Mitarbeiter Josch sagte, dass sie normalerweise gerne Fußballspiele zeigen, sich aber angesichts der Kontroversen im Gastgeberland der WM über die LGBTQ-Gemeinschaft und Gastarbeiter in diesem Jahr dagegen entschieden haben.

Josch fügte hinzu, dass in der Bar Gastredner auftreten würden, unter anderem zur Menschenrechtssituation in Katar. Das Barpersonal hofft, mit dem alternativen Veranstaltungsprogramm dennoch einen gewissen Gewinn zu erzielen, auch wenn dieser, wie Josch einräumte, womöglich nicht so hoch sein wird wie bei der Übertragung von WM-Spielen auf eine Leinwand. Die Gewinne, die Fargo während der Zeit der Fußball-WM erzielt, will die Kneipe an ein Korallenforschungsprogramm in Thailand spenden.