In Deutschland hatten die Eltern eines drei Jahre alten, herzkranken Kindes keinen Erfolg. Eine Operation in Frankfurt blieb dem Kind aufgrund des Corona-Impfstatus der Eltern verwehrt. In der Heimat Zypern konnte der Dreijährige nicht operiert werden. Es fehlte an der dafür notwendigen Ausrüstung. Um die Operation in Frankfurt hatte sich das Gesundheitsministerium Zyperns gekümmert.
Nachdem sie in Deutschland abgewiesen wurden, versuchten die Eltern es auch in England und Israel. Hier wurde der Patient aber ebenfalls nicht angenommen. Der Druck war am Ende so groß, dass sich die Eltern doch noch impfen ließen. Aber daraus ergab sich ein neues Problem. Denn die wochenlange Wartezeit zwischen den beiden Impfdosen und die Dringlichkeit der Operation ihres Kindes waren nicht miteinander vereinbar.
Der Vater des Jungen erklärte:
"Ich weiß, dass ungeimpfte Patienten in deutschen Krankenhäusern behandelt werden dürfen. Ich wusste nicht, dass auch ich geimpft sein muss, damit mein Kind behandelt werden kann. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich es sofort getan. Aber ich bin gesund und wollte mich nicht impfen lassen."
Das Gesundheitsministerium Zyperns widersprach dem Vater. Die Eltern seien früh genug über die Notwendigkeit der Coronavirus-Impfungen in Kenntnis gesetzt worden.
Mehr zum Thema - Impfpflicht droht Hebammenmangel in Bayern zu verschärfen