Berlin: Superwahlsonntag mit vier Abstimmungen hat begonnen

In Berlin wird heute mehrfach gewählt. Auf den Landes- und Bezirkslisten stehen dieses Jahr insgesamt 34 Parteien. Die Bürger stimmen auch über den Volksentscheid über die Enteignung großer Wohnungskonzerne ab. Durch die Wahl entscheidet sich auch die Nachfolge des Bürgermeisters Michael Müller.

In Berlin hat am Sonntag neben der Bundestagswahl auch die Wahl zum Abgeordnetenhaus und der zwölf neuen Bezirksparlamente begonnen. Hinzu kommt der Volksentscheid darüber, ob große Wohnungskonzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen enteignet werden sollen.

Um die 2,45 Millionen Bürger sind in Berlin wahlberechtigt. Das Landesparlament besteht aus mindestens 130 Abgeordneten. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate sind es aber 160. Insgesamt 34 Parteien stehen auf den Landes- oder Bezirkslisten. Im Jahr 2016 waren es 21.

Berlin erhält neuen Bürgermeister

Bei der letzten Wahl hatte die SPD die Wahl mit 21,6 Prozent der Zweitstimmen gewonnen, ihrem schlechtesten Ergebnis in Berlin seit dem Jahr 1946. Die CDU erreichte 17,6 Prozent, ebenfalls ihr bisher schlechtestes Ergebnis. Die Linke kam auf 15,6 Prozent, die Grünen auf 15,2 Prozent.

Die AfD war mit 14,2 Prozent erstmals in das Abgeordnetenhaus eingezogen, die FDP schaffte 6,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag 2016 bei 66,9 Prozent. SPD, Linke und Grüne bildeten eine Koalition.

Da der bisherige Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) für den Bundestag kandidiert, kommt es hier zu einem Personalwechsel. Laut den letzten Umfragen könnten Franziska Giffey (SPD) oder Bettina Jarasch (Grüne) die Nachfolge antreten.

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(rt/dpa)