In Bayern dürfen Schanklokale wieder öffnen und Gäste am Platz bewirten. Damit werden Bars und Kneipen nun wie normale Restaurants behandelt. Darüber informierte Bayern Ministerpräsident Markus Söder nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. Allerdings dürfe die Musik nicht zu laut aufgedreht werden, sondern höchstens im Hintergrund laufen. Gäste dürfen außerdem nicht an der Theke stehen. Ein-Raum-Wirtschaften, die ausschließlich Stehplätze anbieten, müssen somit geschlossen bleiben. Inwiefern das Vermeiden von lauter Musik die Verbreitung des SARS-CoV-2-Erregers verhindern soll, geht aus der Erklärung des Ministerpräsidenten jedoch nicht hervor.
Mit der Entscheidung reagierte das Kabinett auf eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, durch die die Schließung von reinen Schankwirtschaften am vergangenen Freitag gekippt hatte. Auf weitergehende Maßnahmen wie eine zusätzliche Sperrstunde oder das Verbot des Alkoholausschanks ab einer bestimmten Uhrzeit, die Söder zuvor ins Gespräch gebracht hatte, verzichtete das Kabinett jedoch.
Auf der Pressekonferenz monierte Söder ebenfalls, dass das Impftempo in Bayern abnehme. Ab September soll es deshalb auch Impfangebote an Schulen geben. Bayerns Ministerpräsident erklärte ebenfalls, dass Geimpfte mehr Rechte erhalten sollen als Ungeimpfte. Geimpfte Personen sollen in Zukunft beispielsweise unbegrenzten Zugang zu Stadionbesuchen und Kulturveranstaltungen erhalten. Außerdem sollen Tests in Zukunft womöglich nicht mehr kostenlos angeboten werden. Durch den finanziellen Druck sollen bisher ungeimpfte Personen zur einer Impfung bewegt werden.
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