Die Bundesregierung plant im Rahmen ihrer sogenannten Digitaloffensive die Einführung eines digitalen Führerscheins. Dieser soll ab August zusätzlich zum Papierführerschein erhältlich sein, wie der Business Insider berichtet. Eine Sprecherin der zuständigen Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Digitalisierungsbeauftragten der Bundesregierung Dorothee Bär (CSU) sagte:
"Das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur arbeiten derzeit mit Hochdruck an dem Projekt."
Hierzu arbeite man mit dem Kraftfahrt-Bundesamt zusammen. Auch gebe es noch eine Reihe weiterer Anwendungsfälle, die sich in Planung oder bereits konkret in Umsetzung befänden, weswegen man über die Kosten des Projekts keine genauen Angaben machen könne. Für die Bereiche digitale Führerscheinkontrolle und Fahrzeuganmeldung habe man sich auch mit deutschen Autoherstellern zusammengetan, wie der Business Insider weiter berichtet. Voraussetzung für den digitalen Führerschein ist ein Handy, auf dem die "AusweisApp2" heruntergeladen werden kann. Unklar sei allerdings noch, wer für das Einpflegen der Daten in die App zuständig ist.
Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) begrüßte indes das Vorhaben. Wichtig sei jedoch, dass hohe Datenschutzstandards eingehalten werden. Außerdem müsse "im Sinne der Verkehrssicherheit gewährleistet sein, dass ein temporärer Führerscheinentzug oder ein Fahrverbot auch hier und zeitgleich abgebildet werden", wie eine ADAC-Sprecherin betonte.
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