Karl Lauterbach: Erfahrungen der Corona-Krise machen skeptisch für Kampf gegen Klimakrise

Die Corona-Krise lässt den SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach an der Vernunft der Menschen zweifeln. Diese wollten sich nicht so einschränken, wie es nötig wäre. Das, so Lauterbach nun, mache ihn skeptisch in Bezug auf den Kampf gegen den Klimawandel.

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach ist nach den Erfahrungen in der Corona-Pandemie skeptisch, was den Kampf gegen die Klimakrise angeht. Dem Nachrichtenportal Watson sagte der Bundestagsabgeordnete:

"Ich bin in einem ganz zentralen Punkt skeptischer geworden. Ich bin skeptisch, dass es uns gelingen wird, mit den Mitteln der Vernunft allein den Klimawandel zu bekämpfen."

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Während der aktuellen Corona-Krise sei es mit den konventionellen Mitteln der öffentlichen Gesundheitspflege nicht möglich gewesen, die Pandemie in den Griff zu bekommen, da zu viele Menschen sich nicht entsprechend einschränken wollten. Lauterbach weiter:

"Der Sieg über das Coronavirus wird uns daher nur durch die bevorstehenden Impfungen gelingen. Für den Kampf gegen die Klimakrise bedeutet das leider auch, dass wir nicht darauf vertrauen können, dass Menschen sich von alleine nachhaltiger verhalten."

Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) rief Lauterbach in dieser Woche zum "Talkshowkönig 2020" aus. Eine Analyse des RND ergab, dass kein anderer Gast in diesem Jahr auch nur annähernd so häufig in Talkshows zu sehen war wie Lauterbach. Dieser kam auf 30 Auftritte in den Talkshows von Maybrit Illner, Markus Lanz, Sandra Maischberger, Frank Plasberg und Anne Will. Bei diesen Auftritten trägt der Politiker im Gegensatz zu der Zeit vor der Corona-Krise keine Fliege mehr, da er so eine höhere Akzeptanz seiner Aussagen bei den jüngeren Zuschauern erwartet.

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(rt/dpa)