Playboy stoppt nach 66 Jahren US-Printausgabe – COVID-19 mitverantwortlich

Das Männermagazin Playboy erscheint in den Vereinigten Staaten künftig nicht mehr regelmäßig als Printausgabe. Nach Veröffentlichung der letzten Printausgabe sollen Inhalte nur noch online veröffentlicht werden, schrieb Geschäftsführer Ben Kohn in einem offenen Brief.

Das letzte Heft in diesem Jahr erscheine in den USA noch in dieser Woche. Ab nächstem Jahr solle es dann nur noch Sonderausgaben und neue Angebote in gedruckter Form geben, so Kohn in einer Erklärung am Mittwoch.

Diese Entscheidung sei innerhalb des Unternehmens lange diskutiert worden. Wegen der weltweiten Corona-Pandemie werde sie nun aber vorgezogen, schrieb Kohn. Die Pandemie habe sowohl die Produktion von Inhalten als auch Lieferketten weitgehend unterbrochen. Das Portal Medium  zitierte Kohn:

Wir waren gezwungen, die Debatte, die wir intern bereits geführt hatten, zu beschleunigen.

Zudem musste der Playboy-Chef einsehen, dass sich die Gewohnheiten beim Medienkonsum im Laufe der Zeit ändern und die "Inhalte des Magazins in gedruckter Form mittlerweile nur einen Bruchteil der Playboy-Fans" erreichen. Mit Blick auf die 66-jährige Geschichte des Druckwerks schlussfolgerte Kohn:

Manchmal muss man seine Vergangenheit loslassen, um für die Zukunft Platz zu schaffen.

Das Heft war in den USA zuletzt vier Mal im Jahr erschienen. Die Playboy-Erstausgabe kam im Jahr 1953 auf den Markt. Playboy-Gründer Hugh Hefner ist im Jahr 2017 im Alter von 91 Jahren gestorben.

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(rt/dpa)