Vorsitzender russischer Duma: Kiew setzt Al-Qaida-Taktik ein

Wjatscheslaw Wolodin, Vorsitzender der russischen Staatsduma, vergleicht Wladimir Selenskij mit Osama bin Laden, dem Leiter von Al-Qaida. Laut Wolodin benutze der ukrainische Präsident dieselbe Taktik des nuklearen Terrorismus wie bin Laden. Die USA und Europa seien dabei Komplizen.

Am Montag erklärte Wjatscheslaw Wolodin, Vorsitzender der Staatsduma, des Unterhauses des russischen Parlaments, dass die Ukraine die Taktik des nuklearen Terrorismus ausübe. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sei dabei mit Osama bin Laden vergleichbar, dem Leiter des Terrornetzwerks Al-Qaida, der diese Strategie auch benutzt hatte.

"Vor 20 Jahren veröffentlichte Washington Informationen, dass Al-Qaida-Terroristen unter der Führung von bin Laden Zugang auf radioaktive Stoffe erhielten und planten, eine schmutzige Bombe zu produzieren. Die Bedrohung, dass so eine Bombe in den USA oder Europa eingesetzt wird, existierte bis bin Laden im Jahr 2011 getötet wurde."  

Wolodin erklärte, Kiew habe seine Kernforscher beauftragt, eine schmutzige Bombe herzustellen, während die ukrainische Armee die kritische Infrastruktur der Atomkraftwerke Saporoschje und Kursk beschieße.

"Durch Finanz- und Militärhilfe für das Selenskij-Regime werden der US-Präsident und europäische Staatschefs zu Sponsoren und Komplizen des nuklearen Terrorismus."

Die Aussagen von Wolodin erschienen, nachdem der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu seine britischen und französischen Amtskollegen vor einer möglichen ukrainischen Provokation durch den Einsatz einer schmutzigen Bombe gewarnt hatte.

Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij diese Behauptung bestreitet und Moskau vorgeworfen, der Welt mit Atomwaffen zu drohen:

"Wenn Russland behauptet, die Ukraine bereitet etwas vor, heißt das nur eines: Russland bereitet das selbst vor."

Russland und die Ukraine hatten einander der Bombardierung des Atomkraftwerks Saporoschje beschuldigt. Die russischen Truppen besetzten das Atomkraftwerk im Laufe der Spezialoperation. Im September stimmte die Region Saporoschje für den Austritt aus der Ukraine und ist seitdem Russland angegliedert.

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