Am Mittwoch haben Unbekannte das Auto von Sergei Schefir beschossen. Er selbst soll unverletzt sein. Medienangaben zufolge befindet sich der Fahrer des Autos in einem ernsten Zustand auf der Intensivstation.
Das Innenministerium der Ukraine bestätigte den Vorfall. Die Suche nach den Schützen sei im Gange. Insgesamt seien mehr als zehn Schüsse auf das Fahrzeug wenige Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew abgefeuert worden. Die Hintergründe bleiben zunächst unklar.
Fotos vom Tatort zeigen, dass mehrere Kugeln die Windschutzscheibe und die Motorhaube des Fahrzeugs getroffen haben.
Schefir gilt als langjähriger Freund und Vertrauter des ukrainischen Präsidenten.
Selenskij erklärte in einem Video, er wisse noch nicht, wer hinter dem Attentat steht. Die Reaktion darauf werde jedoch "stark" sein. Gleich nach seiner Rede vor den Vereinten Nationen in New York werde er nach Kiew zurückreisen.
David Arachamia, Fraktionsvorsitzender der Regierungspartei "Diener des Volkes", nannte noch am selben Tag eine russische Spur als eine Version für den Vorfall. Kremlsprecher Dmitri Peskow stellte fest, dass was auch immer in der Ukraine passiert, die dortigen Politiker niemals eine russische Spur ausschließen. Dies habe aber nichts mit dem tatsächlichen Stand der Dinge zu tun. Es seien Anzeichen für einen übertriebenen emotionalen Zustand.
Mehr zum Thema - Ukrainischer Präsident Selenskij verleiht Merkel Orden für Stopp der "russischen Invasion"