Frankreich: Fünf Frauen wegen mutmaßlicher Planung eines Terroranschlags über Ostern verhaftet

In der französischen Stadt Beziers wurde eine fünfköpfige Familie festgenommen. Ein Familienmitglied steht in Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben. Der Bürgermeister der Stadt bezeichnete die Familie gegenüber Medien als Islamisten.

Französische Anti-Terror-Kräfte haben eine fünfköpfige Familie verhaftet. Eine der Frauen steht in Verdacht, einen Anschlag auf eine religiöse Stätte geplant zu haben. Berichten zufolge wurden ein Schwert und gefährliche Chemikalien in dem Haus gefunden.

Der französische Innenminister Gerald Darmanin bestätigte die Aktion in einem Tweet und dankte den Anti-Terror-Kräften für ihre Arbeit.

Mehrere französische Nachrichtenagenturen hatten zuvor berichtet, die Behörden hätten erfahren, eine nicht identifizierte Frau habe während der Osterfeiertage einen Terroranschlag auf eine religiöse Stätte in der südfranzösischen Stadt Montpellier geplant. Sie soll durch den Konsum von Videos des Terrornetzwerkes Islamischer Staat radikalisiert worden sein.

Die Frau wurde am Samstagabend in der Stadt Beziers 70 Kilometer von Montpellier entfernt festgenommen und zusammen mit ihrer Mutter und drei Schwestern, von denen eine minderjährig ist, in Gewahrsam genommen.

Bei einer Durchsuchung der Wohnung der Frauen fand die Polizei Berichten zufolge ein scharfes Schwert und Chemikalien, die für die Herstellung von Sprengstoff verwendet werden können. Das Magazin Le Point zitierte zu dem Thema eine Quelle, die darauf hinwies, dass die Chemikalien möglicherweise für den Hausgebrauch gekauft worden seien. Die Polizei untersucht nun, ob die Frau Verbindungen zu terroristischen Gruppen hatte.

Der Bürgermeister von Beziers Robert Menard sagte der Zeitung Le Figaro, bei der festgenommenen Familie handele es sich um Islamisten. Er fügte hinzu, dass das Stadtviertel La Deveze, in dem die Familie lebt, "ein schwieriges und von massiver Einwanderung betroffenes Viertel ist."

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