Attentäter von Paris - Sie morden in Syrien und sind "Rebellen", sie tun es im Westen: "Terroristen"

Im Studio spricht der ehemalige Al Jazeera-Korrespondent Akhtam Suliman mit RT Deutsch-Reporter Nicolaj Gericke über die Anschläge in Paris und die daraus folgenden Konsequenzen für die Sicherheitspolitik in Europa. Dabei verweist er auf die Doppelmoral des Westens. Als die gleichen Personen in Syrien mordeten, galten sie noch als "moderate Rebellen", doch erst, wenn sie im Westen töten, gelten sie als Terroristen.

Welche Rolle spielen die Türkei, arabische Staaten wie Saudi-Arabien und der Westen bei der Entstehung des "Islamischen Staates"? Akhtam Suliman sagt, dass die islamistischen Kräfte auf einflussreiche Partner und Waffenlieferanten zählen können. "Es gibt eine Quelle, es gibt Finanzierung, es gibt Strukturen."

Auch sagt Suliman: "Einer der Attentäter in Paris war zuvor monatelang in Syrien". Doch dort gelten viele Islamisten im Westen immernoch als "moderate Rebellen". Die Lösung kann laut dem ehemaligen Al Jazeera-Korrespondenten nur sein, das Chaos im Nahen Osten zu beenden, anstatt immer neues zu schaffen.