Chinesische Stadt lässt 14 Millionen ihrer Einwohner wegen Corona-Clusters testen

Nach der Entdeckung eines Corona-Clusters im chinesischen Tianjin wollen die Behörden alle 14 Millionen Stadteinwohner auf das Coronavirus testen lassen. Ohne ein negatives Ergebnis können die Einwohner keinen grünen Code für den Zugang in öffentliche Bereiche bekommen.

Tianjin, eine große Hafenstadt nahe Chinas Hauptstadt Peking, hat nach der Entdeckung eines Corona-Clusters eine Massentestkampagne für 14 Millionen seiner Einwohner begonnen.

Fünfzehn Schüler im Alter zwischen acht und 13 Jahren, eine 29-jährige Hortmitarbeiterin und vier Eltern sollen zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Zwei von den Infizierten haben die Omikron-Variante, die sich durch eine höhere Mittelbarkeit auszeichnet.

Den Einwohnern der Stadt ist empfohlen, zu Hause oder nahe ihres Wohnsitzes zu bleiben und auf eine Einladung zum Testen zu warten. Ohne ein negatives Ergebnis können die Einwohner keinen grünen QR-Code bekommen, den man in China für den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln sowie anderen öffentlichen Bereichen vorlegen muss.

China hatte im Kampf gegen das Coronavirus eine Nulltoleranzstrategie eingeschlagen. Neben der großangelegten Impfkampagne setzen die Behörden auf Massentests sowie stadtweite Lockdowns. Am 4. Februar beginnen in Peking die Olympischen Winterspiele. Die Veranstaltung soll in einem geschlossenen Format und unter strickten Vorkehrungen stattfinden.

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