Fischadler verwickelt sich in Angelschnur – Australier rettet Greifvogel aus Ozean

Tüten, Flaschen und sonstiger Müll bedrohen viele Lebewesen in den Meeren und Küstengebieten. Gefährlich sind auch Geisternetze, also verloren gegangene Fischernetze, in denen sich viele Tiere verfangen. In diesem Fall kann die Rettung nur von Menschen kommen.

Ein Fischadler wäre an seinem Fang vor Hervey Bay im australischen Bundesstaat Queensland beinahe ums Leben gekommen. Der Greifvogel wurde dennoch rechtzeitig von einem Augenzeugen gerettet. Am Dienstag bemerkte Greg Messer am Strand eine Menschentraube, die dem in Schwierigkeiten geratenen Fischadler zuschaute. Der Australier wusste sofort, was zu tun war: Er sprang umgehend ins Wasser.

Der Vogel hatte sich in einer Angelschnur verwickelt und kam nicht von der Stelle, weil der an der Leine befestigte Haken am Meeresgrund festsaß. Allem voran durchtrennte Messer die Angelschnur, um den Fischadler an eine seichte Stelle zu bringen. Erst danach befreite der Mann die Flügel des Tieres von der Angelleine. Der Moment wurde von einem Augenzeugen gefilmt. Australische Medien griffen die Story auf und teilten das Video.

Der Mann sagte örtlichen Medien, er selbst sei vor einigen Monaten aus dem Ozean gerettet worden und habe nun seine eigene Rettung quasi "zurückgezahlt":

"Der Adler schien zu verstehen, was ich gerade machte. Er versuchte nicht, mich mit dem Schnabel anzugreifen, selbst als ich ihn auf den Rücken legte."

Nach der Rettung wurde der Vogel in eine spezialisierte Veterinärklinik für wilde Tiere zu einem umfassenden Gesundheitscheck eingeliefert.

Mehr zum ThemaNiedersachsen: Polizei übernimmt Krankentransport für verletzten Seeadler