Im Jahr 2008 hatte Georgien den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Russland angekündigt. Russlands Vizeaußenminister Michail Galusin erklärt in einem Interview vom Montag, dass Moskau offen für Neubeginn im Dialog mit Tiflis sei.
In Georgien wurde der Kandidat der Regierungspartei "Georgischer Traum", Michail Kawelaschwili, zum Präsidenten gewählt. Wegen des Verzichts der Opposition auf die Wahlen war Kawelaschwili auch der einzige Kandidat für das Amt. Der Präsident wurde von einem Wahlgremium gewählt.
Hartnäckig weigert sich die aus Frankreich stammende Surabischwili Ende Dezember, ihr Amt turnusmäßig abzugeben. Bemerkenswert: Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines fremden Landes und Kollaboration sind keine ganz neuen Erscheinungen in der weitverzweigten Familie der georgischen Staatspräsidentin.
Unser Balkonist ist am Sonntag vor dem Fernseher eingeschlafen. Ob das an den langweiligen Drehbüchern der Tatort-Folgen liegt, die dem Publikum in letzter Zeit zugemutet werden? Oder doch eher an den Drehbüchern der Westmedien, die dem Zuschauer allzu oft die alte Leier vom Wahlbetrug und der Notwendigkeit von Farbrevolutionen weismachen wollen?
Laut dem georgischen Ex-Premier Iwanischwili soll der Westen Georgien angeboten haben, eine "zweite Front" gegen Russland zu eröffnen, obwohl eine Niederlage Tiflis’ zu erwarten sei. Das, was wie der sichere Weg in die Katastrophe klingt, ist schon aus militärischer Sicht ein höchst fragwürdiges Unterfangen.
Georgien wird die Daten zu den Wahlergebnissen in einzelnen Wahllokalen erneut überprüfen, die Opposition forderte die Annullierung der Wahlergebnisse. Etwas Ähnliches geschah vor zehn Jahren in der Ukraine. Wird Georgien in der Lage sein, sich gegen die Maidan-Technologien zu behaupten?
Die Oppositionskräfte in Georgien haben die vorläufigen Wahlergebnisse nicht anerkannt. 99,6 Prozent der Stimmen wurden bereits ausgezählt. Nach Ansicht des Premierministers versucht die Opposition, sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung zu stellen und sich zu rechtfertigen.
Georgiens Behörden initiierten erneut den Rücktritt von Präsidentin Salome Surabischwili. Dies erfolgt weniger als eine Woche vor den Parlamentswahlen. Warum sind sie besonders, und aus welchem Grund werden die westlichen Länder diesen Wahlen größte Aufmerksamkeit schenken?
In Forderungen der ukrainischen Politiker nach einer Herabsetzung des Mobilmachungsalters werden bereits 14-Jährige erwähnt. Obwohl das Kiewer Regime und dessen westliche Sponsoren daran interessiert sind, möglichst viele Menschen an die Front zu treiben, gibt es für sie eine Reihe von Hindernissen.
Washington und Brüssel erhöhen den Druck auf Georgien weiter, in dem Glauben, die Souveränität Anderer sei nicht das Gleiche wie ihre eigene. Brüssel nutzt Visabestimmungen, Washington Sanktionen, um bei der anstehenden Wahl Gefügigkeit zu erzwingen.