Russland

Russland: Feedbacks der Bevölkerung sollen nun Einfluss auf Karriere russischer Beamter nehmen

Die russische Regierung hat die Beurteilungskriterien für Beamte geändert. Jetzt wird deren Karriere von den Feedbacks der einfachen Bürger sowie deren Umgang mit den im Internet veröffentlichten Bewertungen abhängen.
Russland: Feedbacks der Bevölkerung sollen nun Einfluss auf Karriere russischer Beamter nehmenQuelle: Sputnik

Die von Premierminister Dmitri Medwedew unterzeichnete und am Freitag auf der Webseite der Regierung veröffentlichte Anordnung beschreibt die Regeln, nach denen die Arbeit der Leiter der regionalen Zweigstellen verschiedener staatlicher Behörden von den Bürgern beurteilt werden kann. Das Dokument erklärt außerdem, wie sich die Bewertungen auf die Laufbahn der Beamten auswirken können, was eine "vorzeitige Entlassung solcher Leiter von Agenturen aus ihren Ämtern" einschließt.

Dabei gibt es zwei Hauptkomponenten: die Bürgerbewertungen ihrer Arbeit und der Umgang mit den auf dem Portal der staatlichen Dienste der Russischen Föderation, "Gosuslugi", veröffentlichten Bewertungen. Das ist eine Webseite, die die Kommunikation mit verschiedenen staatlichen und kommunalen Einrichtungen und Behörden ermöglicht.

Das Programm wird im Rahmen des staatlichen Programms "Informationsgesellschaft" finanziert.

Im November 2017 unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein Dekret mit Einzelheiten zu den Kriterien für die Bewertung von Regionalgouverneuren und anderen Beamten der Exekutive. Dazu gehören das Durchschnittseinkommen, der Prozentsatz der Menschen mit einem Einkommen unter den Lebenshaltungskosten, die Verfügbarkeit von Wohnraum sowie die Qualität und Verfügbarkeit von kommunalen Dienstleistungen. Darüber hinaus werden die Bewertungen der Gouverneure durch die Bevölkerung in der Region berücksichtigt.

Mehr zum Thema - Putins Sonderbeauftragter: Internationale Gemeinschaft braucht Transparenz im Internet

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion