Die Zuwendungen von privaten Organisationen an den Bundeshaushalt beliefen sich von Anfang des Jahres 2026 bis Mitte August auf 383,69 Milliarden Rubel. Dies berichten die Medien unter Berufung auf Daten des Systems "Elektronischer Haushalt". Die Zeitung Iswestija schreibt dazu:
"Es ist festzustellen, dass der genannte Betrag das Volumen ähnlicher Einnahmen für das gesamte Jahr 2025 um das 1,5-Fache übersteigt. In den ersten 7,5 Monaten des Jahres 2026 lag das Volumen der unentgeltlichen Zuwendungen fast 2,5-mal höher als der Wert zu Beginn des Monats August 2025, als es 173,4 Milliarden Rubel betrug.
In den vergangenen Jahren machte ein erheblicher Teil dieser Haushaltseinnahmen Zahlungen im Zusammenhang mit dem Rückzug ausländischer Unternehmen aus russischen Vermögenswerten aus. Im Jahr 2026 könnten freiwillige Spenden russischer Unternehmer, von denen Vertreter der Wirtschaft im Frühjahr sprachen, eine wesentliche Quelle der Mittel sein.
Nach Angaben des Finanzministeriums entfiel der größte Zuwachs auf den Frühjahrs- und Sommerzeitraum. Während von nichtstaatlichen Organisationen im Januar bis März 15,6 Milliarden Rubel eingingen, stieg der Betrag im April auf 159,7 Milliarden Rubel und im Mai auf 232,3 Milliarden Rubel. Im Juni belief sich der Wert auf 294,4 Milliarden Rubel, und im Juli sowie in einem Teil des Augusts stieg die Summe um weitere rund 30 Prozent."
Das Thema der freiwilligen Spenden der russischen Wirtschaft wird in den Medien schon seit mehreren Monaten diskutiert. Zuvor war bekannt geworden, dass einer der Milliardäre bei einem Treffen des Präsidenten mit Vertretern der Wirtschaft im Rahmen des Kongresses des Russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer den Wunsch geäußert hatte, eine Spende an den russischen Staatshaushalt zu leisten. Dabei zeigten sich viele überrascht über die Höhe dieser Spende. Wie der Vorsitzende des Verbandes, Alexander Schochin, damals im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS sagte, habe der Unternehmer dem Staatshaushalt "ziemlich viel" angeboten – "für viele unerwartet viel".
Diese Dynamik zeichnet sich neben den anhaltenden politischen Diskussionen über die Notwendigkeit der Einführung einer Steuer auf Sondergewinne ab. Dabei geht es sowohl um eine zusätzliche Besteuerung von Banken und Unternehmen als auch von Privatpersonen. So wurde beispielsweise zu Beginn des Jahres ein Gesetzentwurf zur Einführung einer Steuer auf außerordentliche Gewinne der Banken in Russland in die Staatsduma eingebracht. Damals wurde vorgeschlagen, eine Anhebung des Gewinnsteuersatzes für Banken von 25 auf 30 Prozent zu prüfen.
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