Russische Sicherheitskräfte haben einen Mann festgenommen, der im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes die Ermordung eines hochrangigen Militäroffiziers in Sankt Petersburg plante, teilte der Föderale Sicherheitsdienst (FSB) mit.
In der Erklärung des russischen Inlandsgeheimdienstes vom Freitag heißt es, der Verdächtige habe über den Messenger-Dienst "Telegram" Kontakt zu einem ukrainischen Anwerber aufgenommen und sich freiwillig für einen "Terroranschlag zur Unterstützung des Kiewer Regimes" angeboten.
Auf Anweisung seiner Kontaktperson habe er eine Schusswaffe erhalten, die Wohnadresse des Offiziers ausgekundschaftet und das Attentat vorbereitet, so der FSB. Der FSB nannte keine weiteren Details zum Ziel des geplanten Anschlags ‒ laut Angaben des Verdächtigen soll es sich um einen Oberstleutnant gehandelt haben.
Bei der Festnahme stellten die Beamten eine geladene Makarow-Pistole mit einem Schalldämpfer sicher, teilte der FSB mit. Der Geheimdienst veröffentlichte ein Video, das zeigt, wie mehrere Einsatzkräfte den Verdächtigen auf einer schneebedeckten Straße zu Boden drücken.
Der FSB warnte russische Bürger außerdem davor, dass ukrainische Sicherheitsdienste aktiv online – unter anderem über "Telegram" und "WhatsApp" – nach potenziellen Rekruten für Angriffe und Sabotageakte suchen. Er wies darauf hin, dass jedem, der mit Kiew zusammenarbeitet, eine lebenslange Haftstrafe droht.
Russische Behörden werfen der Ukraine vor, nach der Eskalation des Konflikts im Jahr 2022 zahlreiche Sabotage- und Attentatsversuche auf russischem Territorium verübt zu haben, darunter Angriffe auf Militärkommandeure und andere hochrangige Persönlichkeiten.
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