Gold, Silber, Titan: Seit Januar wurden in Russland mehr als 200 neue Vorkommen gemeldet

Über 200 Festmineralvorkommen wurden in diesem Jahr in Russland in der staatlichen Bilanz erfasst. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Gewinnung von Gold, Silber, Titan, Eisenerz, Aluminium und Phosphor.

Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf die russische staatliche Behörde für Bodenschatzgewinnung Rosnedra berichtet, wurden in diesem Jahr in Russland über 200 Lagerstätten fester Bodenschätze in der staatlichen Bilanz registriert. Dabei handelt es sich jedoch um einen Durchschnittswert, so die Behörde weiter – eine solche Anzahl von Vorkommen lässt sich jedes Jahr registrieren.

Die größten Lagerstätten für Edelmetalle wurden in diesem Jahr im Gebiet Sabajikalje und im Gebiet Magadan entdeckt, teilte die Pressestelle von Rosnedra mit. "Im Bereich der Edelmetalle waren die wichtigsten großen Entdeckungen die Lagerstätten Unkurskoje (Gebiet Sabajikalje) mit 699,6 Tonnen Silber und Kegali (Region Magadan) mit 70,5 Tonnen Silber", berichtete die Behörde über die größten Entdeckungen seit Anfang dieses Jahres.

Zu den bedeutendsten neuen Vorkommen in diesem Jahr zählten Rosnedra unter anderem die Kalium-Magnesium-Lagerstätten Iwanichinskoje und Tselinnoje im Gebiet Saratow mit Reserven von einer Milliarde bzw. zwei Milliarden Tonnen, das Apatit-Perowskit-Titanomagnetit-Erzvorkommen Schidojskoje in der Region Irkutsk mit 17,3 Millionen Tonnen Titan, 6,3 Millionen Tonnen Phosphor und 218,8 Millionen Tonnen Eisenerzen, sowie das Golewskoje-Vorkommen im Gebiet Sabajikalje mit Reserven an sogenannten Synnyrit-Erzen (enthalten Aluminium und Kalium) in Höhe von 163,9 Millionen Tonnen.

Rosnedra gab auch den Anstieg der Öl- und Gasreserven in Russland seit Anfang des Jahres 2025 bekannt. Demnach stiegen die förderbaren Reserven an flüssigen Kohlenwasserstoffen in Russland von Januar bis September um 80,5 Millionen Tonnen und die Gasreserven um 450 Milliarden Kubikmeter, wie die Nachrichtenagentur TASS unter Bezugnahme auf Rosnedra berichtet. Das Ministerium verwies darauf, dass die endgültigen Daten für das gesamte Jahr 2025 zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen werden.

Russische Unternehmen, die Bodenschätze fördern, wollen ihre Investitionen in die geologische Erkundung von Goldvorkommen im Jahr 2025 um ein Drittel auf 103 Milliarden Rubel (über 1 Milliarde Euro) erhöhen, sagte der Minister für Naturressourcen, Alexander Koslow, im September in einem Interview mit der Agentur RIA Nowosti.
Die Gesamtkosten für die geologische Erkundung von Gold, Diamanten, Kohle und Seltenerdmetallen in Russland beliefen sich im vergangenen Jahr auf 76,7 Milliarden (über 860 Millionen Euro) Rubel, wie RIA Nowosti im April aus dem Ministerium erfuhr.

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