Russische Präsidentschaftswahlen: Wahllokale haben geöffnet

Die diesjährigen Präsidentschaftswahlen in Russland beginnen heute. Drei Tage lang können die Wahlberechtigten des Landes zwischen vier Kandidaten wählen. Es ist die erste Präsidentschaftswahl nach einer Verfassungsreform, mit der die Amtszeit des russischen Präsidenten auf zweimal sechs Jahre begrenzt wurde.

In Russland ist der Startschuss für die Präsidentschaftswahlen 2024 gefallen, und im ganzen Land wurden damit die Wahllokale geöffnet. Dem amtierenden Präsidenten Wladimir Putin stehen drei weitere Kandidaten gegenüber. Die Abstimmung wird drei Tage lang bis Sonntagabend stattfinden.

In diesem Jahr bewerben sich vier Kandidaten um das höchste Amt, das nun mit einer sechsjährigen Amtszeit verbunden ist. Der Amtsinhaber Wladimir Putin tritt als unabhängiger Kandidat gegen den Vorsitzenden der rechtsgerichteten Liberaldemokratischen Partei (LDPR) Leonid Sluzki, den kommunistischen Kandidaten Nikolai Charitonow sowie gegen Wladislaw Dawankow an, der die liberal-zentristische Partei "Neue Leute" (Nowyje Ljudi) vertritt.

Es ist 2024 die erste Präsidentschaftswahl in Russland nach einer Verfassungsreform im Jahr 2020, mit der die Amtszeit eines russischen Präsidenten auf zweimal sechs Jahre begrenzt wurde. Diese Änderung hatte jedoch auch zur Folge, dass Putins bisherige Amtszeit "annulliert" wurde, so dass er damit erneut kandidieren kann.

Neben der persönlichen Stimmabgabe in den Wahllokalen können die Einwohner von etwa 28 Regionen ihre Stimme auch online über das elektronische Wahlsystem des Landes abgeben. Um an der Online-Wahl teilnehmen zu können, mussten die Wähler bis Montag über die digitale Plattform Gosuslugi der russischen Regierung gesondert einen Antrag stellen. Die Wähler aus Moskau sind jedoch von dieser Vorbedingung befreit worden und können ohne vorherige Anmeldung online abstimmen.

Nach Schätzungen des russischen Meinungsforschungszentrums (WZIOM) wird eine hohe Wahlbeteiligung von etwa 71 Prozent erwartet. In mehreren entlegenen Regionen Russlands war bereits vorzeitig eine Stimmabgabe ermöglicht, bei der nach offiziellen Angaben bereits rund zwei Millionen Menschen ihr Wahlrecht in Anspruch nahmen.

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