Probleme bei russischer Luna-25-Mission

Die erste Landung einer russischen Sonde auf dem Mond ist möglicherweise gefährdet. Am Sonnabend teilte Roskosmos mit, dass sich an Bord der Sonde eine Panne ereignet hat, die ihren Übergang in die Vorlandebahn verhindert hat.

Bei der bisher planmäßig verlaufenen Mission Luna 25 sind am Sonnabend Probleme aufgetreten. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, ist an Bord der Sonde eine nicht vorhergesehene Situation aufgetreten, die den Übergang in die Vorlandebahn mit den vorgegebenen Parametern verhindert hat. Spezialisten sind aktuell dabei, die Situation zu analysieren.

"Heute wurde in Übereinstimmung mit dem Flugprogramm von Luna-25 um 14:10 Uhr ein Impuls für den Übergang der Station in die Vorlandebahn gegeben. Im Verlauf der Operation kam es an Bord der automatischen Station zu einer abnormalen Situation, die es nicht erlaubte, das Manöver mit den vorgegebenen Parametern durchzuführen",

heißt es in der Erklärung von Roskosmos.

Die Mission von Luna 25 ist Russlands erster Versuch, nach 47 Jahren wieder auf dem Mond zu landen. Die Mondsonde startete am 11. August in der Region Chabarowsk und erreichte am 15. August ihre Umlaufbahn um den Erdsatelliten. Am 17. August übermittelte sie erste Aufnahmen der Mondoberfläche an das Kontrollzentrum. 

Die Landung ist für den 21. August vorgesehen. Ob die aufgetretene Panne den Zeitplan gefährdet oder die sogar Landung vollständig ausschließt, ist derzeit unklar. 

Luna 25 ist die erste Mondsonde des modernen Russlands, die vollständig aus einheimischen Komponenten hergestellt wurde. Die UdSSR hat zwischen September 1958 und August 1976 insgesamt 24 offizielle "Luna"-Missionen gestartet.

Das Ziel der Sonde ist die wissenschaftliche Erforschung der südlichen Polarregion des Mondes. Luna 25 ist mit Instrumenten zur Analyse des Mondbodens, des Plasmas und der Staubkomponenten auf das Vorhandensein seltener Mineralien ausgestattet. Der vorgesehene Landeplatz befindet sich in der Nähe des Boguslawski-Kraters, und die Mission ist für ein Jahr angesetzt.

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