Föderaler Zolldienst: Russlands Außenhandelsumsatz wuchs im Vergleich zu 2019 um drei Prozent

Der russische Föderale Zolldienst meldet, dass der Außenhandelsumsatz im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um drei Prozent gewachsen ist. Der globale Umschwung des russischen Handels von West nach Ost und Süd habe bereits stattgefunden.

Der Außenhandelsumsatz Russlands ist im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 vor der COVID-19-Krise um drei Prozent gewchsen, wobei auch die Importe ein gutes Wachstum verzeichneten, sagte Ruslan Dawydow, der kommissarische Leiter des Föderalen Zolldienstes Russlands, bei einem Treffen mit dem russischen Premierminister Michail Mischustin. Dawydow sagte:

"In der ersten Hälfte dieses Jahres haben wir einen Anstieg des Handelsumsatzes um drei Prozent im Vergleich zum Zeitraum vor der COVID-Krise im Jahr 2019. Die Importe wachsen in einem sehr guten Tempo, dies spiegelt sich in der Struktur der Zollzahlungen wider – bei uns sind 77 Prozent der Struktur der Zollzahlungen im ersten Halbjahr genau Importzahlungen."

Wie berichtet, belief sich der Außenhandelsumsatz Russlands nach Angaben des Föderalen Zolldienstes im Zeitraum von Januar bis Juni 2019 auf 320,8 Milliarden US-Dollar (286,7 Milliarden Euro). Dawydow merkte an:

"Es ist uns gelungen, den Plan (für die Überweisungen an den Haushalt) im zweiten Quartal zu erfüllen, und im Mai bis Juni übertreffen wir das Ziel für die Einnahmen an den föderalen Haushalt."

Von Januar bis Juni 2023 überwies der Föderale Zolldienst 2.866,7 Milliarden Rubel (28,3 Milliarden Euro) an den Föderalen Haushalt, das sind 17,8 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2022, als es 3.488,1 Milliarden Rubel (34,4 Milliarden Euro) waren. Unterdessen überwiesen die Zollbehörden im Juni 2023 bereits 541,7 Milliarden Rubel (5,34 Milliarden Euro) an den Föderalen Haushalt, was 39,5 Prozent mehr ist als ein Jahr zuvor, nämlich 388,3 Milliarden Rubel (3,83 Milliarden Euro).

Dawydow sagte auch, man könne feststellen, dass eine globale Wende des russischen Handels nach Osten und Süden bereits stattgefunden hat. Er erklärte:

"Was haben die Zollbehörden unternommen, um sicherzustellen, dass die Grenzübergangsstellen wirklich ein funktionierender Teil der Verkehrskorridore sind – und nicht etwa Engpässe, wie es manchmal der Fall war? Wie ich bereits gesagt habe, wurden fünf Kontrollstellen auf einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb umgestellt. Die Zahl der Mitarbeiter wurde um 950 Personen erhöht. Und wir planen, in naher Zukunft weitere 200 Beschäftigte in Richtung Fernost zu verlegen."

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