Russland blockiert Zugang zu den Portalen Patreon und Grammarly

Russlands Behörden haben den Zugang zu den Portalen Patreon und Grammarly blockiert. Auf Gesuch der Generalstaatsanwaltschaft sind die Seiten der Crowdfunding-Plattform sowie des Schreibassistenten seit dem Wochenende nicht mehr in Russland aufrufbar.

Der russische Medienaufsicht Roskomnadsor hat auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft den Zugang zu den Plattformen Patreon und Grammarly eingeschränkt. Grund dafür sei die Verbreitung unzuverlässiger Informationen über die Militäroperation in der Ukraine gewesen, erklärte die Behörde gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax am Montag.

Patreon ist eine Crowdfunding-Plattform, auf der Kunstschaffende ihre Arbeit über ein kostenpflichtiges Abonnement verbreiten und ihren Followern exklusive Inhalte anbieten. Sie wurde im Jahr 2013 vom Musiker Jack Conte gegründet und hat ihren Sitz in San Francisco. Die Plattform ist beliebt bei Bloggern, Zeichnern, Schriftstellern, Podcastern und Musikern.

Grammarly ist ein KI-basierter Schreibassistent, mit dem Nutzer Texte auf Englisch verfassen können. Der Dienst wurde im Jahr 2009 von ukrainischen Softwareentwicklern in Kiew gegründet. Auch Grammarly hat seinen Sitz in San Francisco. Aufgrund der Lage in der Ukraine hatte Vertreter der Plattform bereits im März angekündigt, ihre Arbeit in Russland einzustellen.

Nach Angaben der russischen NGO für digitale Rechte, Roskomswoboda, wurden in Russland seit dem 24. Februar mehr als 5.300 Webseiten gesperrt. Hauptgrund für die Sperrung sind Inhalte zur von Russland durchgeführten Militäroperation in der Ukraine. Die betroffenen Portale sind in Russland nur noch mittels VPN (Virtual Private Network) erreichbar.

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