Medienbericht: Microsoft verkleinert Geschäft in Russland

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat am Mittwoch erklärt, dass er sein Geschäft in Russland erheblich einschränken werde. Damit schließt er sich dem Exodus internationaler Unternehmen aus dem Land an, der durch Moskaus laufende Militäroperation in der Ukraine ausgelöst wurde.

"Aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Aussichten und der Auswirkungen auf unser Geschäft in Russland haben wir die Entscheidung getroffen, unsere Aktivitäten in Russland deutlich zu reduzieren", verkündete ein Microsoft-Sprecher laut Bloomberg.

Erst im März hatte das Unternehmen erklärt, dass es den Verkauf neuer Produkte und Dienstleistungen in Russland aussetzen werde.

In der jüngsten Erklärung teilte Microsoft mit, es werde alle bestehenden vertraglichen Verpflichtungen mit russischen Kunden erfüllen, obwohl die bereits im März angekündigte Aussetzung neuer Verkäufe in Kraft bleibe. Die Maßnahme werde laut der Erklärung über 400 Mitarbeiter des Unternehmens betreffen. Weiter hieß es in der Erklärung:

"Wir arbeiten eng mit den betroffenen Mitarbeitern zusammen, um sicherzustellen, dass sie in dieser schwierigen Zeit mit Respekt behandelt werden und unsere volle Unterstützung erhalten."

Microsoft reiht sich in eine Reihe großer westlicher Unternehmen ein, darunter Apple, IBM, SAP und Dell, die sich nach den Ereignissen in der Ukraine entweder dafür entschieden haben, ihr Engagement in Russland zu reduzieren, oder sich aus dem Land zurückzuziehen.

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