Vom Taxifahrer zum Präsidenten - Putin erzählt über Nebenjob in den 1990er Jahren

In einem neuen Dokumentarfilm erzählt der russische Präsident, dass er in den 1990er-Jahren einem Nebenjob als Taxifahrer nachgegangen ist. Es sei ihm zwar "peinlich, darüber zu sprechen", die Nebentätigkeit habe er aber gebraucht, um seine Familie zu unterhalten.

Der russische Präsident hat in einem neuen Dokumentarfilm über das Leben in Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion erzählt. In den 1990er-Jahren habe er einen Nebenjob als Taxifahrer ausüben müssen, um seine Familie zu unterhalten:

"Manchmal musste ich auch als Taxifahrer dazuverdienen. Es ist peinlich, darüber zu sprechen, aber das gab es auch."

In einem Interview für eine vorherige Dokumentation hatte Putin noch im Jahr 2018 eingeräumt, dass er über einen Nebenjob als Taxifahrer nachgedacht habe, nachdem Anatoli Sobtschak, der ehemalige Bürgermeister von Sankt Petersburg, in dessen Büro die politische Karriere des russischen Staatschefs begonnen hatte, für sein Amt nicht wiedergewählt worden war. Diesbezüglich sagte der russische Präsident damals:

"Das ist kein Witz. Was sollte ich anderes tun? Ich hatte zwei kleine Kinder."

Über die Situation in Russland in den 1990er-Jahren berichtete Putin im Dokumentarfilm außerdem, wie CIA-Beamte im russischen Ministerkabinett gearbeitet hätten. Erst Anfang der 2000er-Jahre habe er dieser Situation im Präsidentenamt ein Ende gesetzt.

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