280 Sputnik-V-Dosen aus Krankenhaus im Ural gestohlen – Strafverfahren eingeleitet

Fast dreihundert Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V sind aus einem Krankenhaus im Ural gestohlen worden. Der Schaden beträgt rund 1.600 Euro. Nun wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

280 Dosen des Impfstoffs Sputnik V sind aus einem Krankenhaus in der uralischen Stadt Nischni Tagil gestohlen worden. Dies teilte Waleri Gorelych, Pressesprecher des Innenministeriums der Region Swerdlowsk mit. Der Beamte erläuterte, die fehlenden Impfstoffdosen seien am 16. November von der stellvertretenden Chefärztin des Krankenhauses gemeldet worden.

Ein Strafverfahren wurde bereits eingeleitet. Unterdessen ermittelt die Polizei, wer Zugang zum Impfstoffraum hatte und ob die Einrichtung mit einem Videoüberwachungssystem ausgestattet ist. Um die Tat so schnell wie möglich aufzuklären, würden die Mitarbeiter des betroffenen Krankenhauses mit Hilfe eines Lügendetektors befragt, so Waleri Gorelych. Der Mann betonte:

"Ich werde die Öffentlichkeit und die Medien über die Ergebnisse der Arbeit der Ermittler informieren".

Nach vorläufigen Angaben beläuft sich der finanzielle Schaden durch den Diebstahl auf 130.000 Rubel, rund 1.600 Euro. Der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko sagte, eine Dosis von Sputnik V koste rund 900 Rubel bzw. elf Euro. 

Zuvor hatte der Gouverneur der Region Swerdlowsk, Ewgeni Kuiwaschew, auf seinem Instagram-Account mitgeteilt, dass eine Charge von 81.000 Dosen des Impfstoffs Sputnik Light und 39.000 Dosen des Impfstoffs Sputnik V in der Region eingetroffen seien.

Mehr zum Thema - Russisches Verteidigungsministerium entwickelt Nahrungsergänzungsmittel gegen COVID-19