Die steigenden Öl- und Gaspreise haben dazu beigetragen, dass der russische Rubel den höchsten Stand gegenüber dem Euro und dem US-Dollar seit mehr als einem Jahr erreicht hat. Russische Aktien erzielten Rekordpreise. Im September war der Rubel die einzige Schwellenländerwährung, die gegenüber dem US-Dollar zulegen konnte.
Getragen von höheren Öleinnahmen gewann die russische Währung in diesem Monat mehr an Wert als jede andere Schwellenländerwährung. Auch die russischen Aktien entwickelten sich besser als die Aktien anderer Schwellenländer, deren Aktien teilweise deutlich zurückgingen.
Zu den weiteren Faktoren, die Russland zu einem attraktiven Investitionsziel machen, gehören die Finanzreserven des Landes in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar und die geringe Schuldenlast. Darüber hinaus verfolgt die russische Zentralbank eine harte Geldpolitik und versucht, die steigende Inflation durch Zinserhöhungen unter Kontrolle zu bringen.
Berichten zufolge lag der Wert der Ölexporte des Landes in lokaler Währung am Montagmorgen bei einem Rekordwert von 6.000 Rubel pro Barrel der Sorte Brent.
Der in London ansässige Hedgefonds Carrhae Capital hat im dritten Quartal einen Teil seiner Investitionen von chinesischen Technologiewerten auf russische Energieunternehmen umgeschichtet. Auch das US-Investmentunternehmen Wells Fargo Asset Management verlagerte seine Mittel ebenfalls von China nach Russland, berichtete Bloomberg.
Laut der Agentur stockte JPMorgan Chase seine Position im Russian Depositary Index auf, da man in diesem Jahr weiterhin auf Rohstoffe und ölbezogene Wetten setzt. JPMorgan-Analysten erklärten:
"Höhere Ölpreise werden zu höheren Erträgen und Dividenden bei den Energietiteln führen, die 59 Prozent des Index ausmachen, und einen stärkeren Rubel fördern, der wiederum die inländischen Titel, die weitere 25 Prozent des Index ausmachen, antreibt."
"Daher eignet sich der Index grundsätzlich perfekt als Aktieninstrument für unsere Hausse bei Rohstoffen und insbesondere bei Öl."
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