Russische Medienaufsichtsbehörde will Twitter in Russland in einem Monat sperren

Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor will in einem Monat das soziale Netzwerk Twitter in Russland blockieren. Der Kurznachrichtendienst muss verbotene Inhalte entfernen, um dies zu vermeiden. Zuvor hatte Roskomnadsor Twitter-Geschwindigkeit verlangsamt.

Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor will den Kurznachrichtendienst Twitter auf dem Territorium Russlands in einem Monat blockieren, wenn das soziale Netzwerk die betreffenden Inhalte nicht löscht. Dies erklärte der stellvertretende Leiter der Behörde Wadim Subbotin in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS:

"Wir warten einen Monat und beobachten die Reaktion von Twitter auf die Aufforderung der Entfernung der verbotenen Informationen. Dann werden abhängig von der Handlung der Verwaltung des sozialen Netzwerkes entsprechende Entscheidungen getroffen. Wenn Twitter die Anforderungen von Roskomnadsor, die Anforderungen der russischen Gesetzgebung nicht erfüllt, werden wir dementsprechend die Frage der vollständigen Sperrung des Dienstes auf dem Territorium Russlands behandeln."

Gleichzeitig stellte Subbotin fest, dass die Sanktionen gegen Twitter aufgehoben werden, wenn Twitter alle Anforderungen erfüllt. Laut Roskomnadsor reagiere das soziale Netzwerk weder auf Anfragen noch auf Aufforderungen.

Zuvor hatte die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor Maßnahmen ergriffen, um die Geschwindigkeit des Kurznachrichtendienstes Twitter zu verlangsamen. Laut der Behörde werde die Verlangsamung bei 100 Prozent der mobilen Geräte und bei 50 Prozent der stationären Geräte implementiert.

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