"15 Minuten, die alles verändern": Nawalny-Anhänger kündigen Proteste mit Taschenlampen an

Am 14. Februar soll eine weitere Protestaktion für Alexei Nawalny stattfinden. Diesmal werden die Menschen aufgerufen, auf ihren Hof zu gehen und die Taschenlampen-Funktion ihrer Handys einzuschalten. So wollen die Nawalny-Anhänger ein Zusammentreffen mit der Polizei vermeiden.

Das Team von Alexei Nawalny hat für den Valentinstag weitere Proteste angekündigt. Die Menschen werden aufgefordert, auf ihren Hof zu gehen und ihre Handy-Taschenlampen einzuschalten. Leonid Wolkow, der engste Mitstreiter Nawalnys, teilte mit, dass die Aktion am 14. Februar "schlauer" durchgeführt werde:

"Keine Bereitschaftspolizei, keine Angst. Es mag den Anschein haben, als würden diese 15 Minuten nichts verändern. Sie werden in Wirklichkeit jedoch alles verändern."

Zuvor hatte Wolkow betont, dass Proteste für die nähere Zukunft nicht vorgesehen gewesen seien. Nun räumte der Nawalny-Anhänger ein, dass dies ein Fehler gewesen sei. Zu den neu angekündigten Protesten äußerte sich auch Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten. Sollten die Protestierenden das Gesetz verletzen, so werde man Strafen verhängen, sagte Peskow.

Am 23. sowie am 31. Januar kam es in vielen russischen Städten zu Demonstrationen für Nawalny. Der Politblogger wurde nach seiner Rückkehr von Berlin nach Moskau festgenommen und später zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe wegen mehrfacher Verstöße gegen Bewährungsauflagen verurteilt.

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