Russland: Hitler-Briefmarken aus Zeitungskiosken beschlagnahmt

In der russischen Stadt Orjol sind Briefmarken mit Hitler-Bild nach der Überprüfung aus Zeitungskiosken beschlagnahmt worden. Laut Gesetz ist in dem Staat jegliche nationalsozialistische Symbolik verboten. Chefs der verantwortlichen Unternehmen wurden verwarnt.

Die Staatsanwaltschaft der russischen Region Orjol unterband den Verkauf der Briefmarken mit dem Bild von Adolf Hitler, dem damaligen Führer des nationalsozialistischen Deutschlands, berichtete der Pressedienst der Behörde. Diese Briefmarken wurden in Zeitungskiosken der Stadt, die rund 350 Kilometer südwestlich von Moskau liegt, verkauft. Der Pressedienst der Staatsanwaltschaft betonte, man habe die illegalen Briefmarken unverzüglich beschlagnahmt.

Die Überprüfung der Zeitungskioske erfolgte nach den Mitteilungen der Massenmedien von Orjol. Sie berichteten, dass diese Briefmarken für 290 Rubel (rund 3 Euro) pro Stück verkauft wurden. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass die Briefmarken mit dem Bild des Führers vom Unternehmen Don-Press zum Verkauf in den Zeitungskiosken erworben worden waren. Infolge der Prüfung wurden die zuständigen Unternehmensleiter verwarnt. Der Hersteller dieser Briefmarken ist nicht angegeben.

In der Mitteilung der Behörde heißt es, dass gemäß dem föderalen Gesetz "Über die Verewigung des Sieges des sowjetischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg von 1941 bis 1945" die Verwendung von Nazi-Symbolen in jeglicher Form als Beleidigung des multinationalen Volkes und der Erinnerung an die Kriegsopfer verboten ist. Fast zwei Jahre lang war Orjol während des Krieges besetzt.

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