In den USA schießen nun auch schon Vierbeiner wild um sich. Diese Erfahrung musste die Polizei im Bundesstaat Nebraska machen, wie ein lokaler Nachrichtensender am Sonntag gemeldet hat.
Die Polizei der Kleinstadt Scottsbluff (14 000 Einwohner) wurde am Samstag zu einem Supermarkt gerufen, berichtet KNOP News 2, nachdem ein Hund versehentlich eine Person mit einer Schrotflinte angeschossen hatte. Zuerst gingen die Beamten von einer Schießerei aus, doch bei Ankunft fanden sie einen Pickup mit angehängtem Wohnmobil vor, bei dem die Türverkleidung der Beifahrerseite Beschädigungen aufwies, die mit einem Schrotflintenschuss vereinbar waren.
Schnell ermittelten die Landdetektive, dass der Besitzer des Pickups das Fahrzeug abgestellt hatte, um in dem Supermarkt einzukaufen. Während er einkaufte, verblieben sein Hund und eine geladene (sic!) und entsicherte Schrotflinte auf dem Rücksitz. Der Hund, der nervös auf dem Rücksitz hin- und herlief, löste versehentlich einen Schuss aus, als er auf die Schrotflinte trat.
In Schusslinie stand zu diesem Zeitpunkt eine Frau in ihrem Fahrzeug an einer roten Ampel und hatte den Arm aus dem Fenster gelehnt. Ein Schrotkorn traf sie am Oberarm. Ihre Verletzung war nicht lebensbedrohlich, und ein Familienmitglied brachte sie zur Behandlung ins örtliche Krankenhaus.
Dem Hunde- und Waffenbesitzer droht nun ein Verfahren wegen unvorsichtigem Umgang mit Schusswaffen bzw. unberechtigter Schussabgabe mit Personenschaden. Wenn die Anklagebehörde ihm den Schuss als eigenes Handeln – mit bedingtem Vorsatz – zurechnet, drohen ihm nach den Gesetzen des Staates Nebraska 5 bis 50 Jahre Gefängnis.
Sollte der Mann Glück haben und die Staatsanwaltschaft ihm nur Fahrlässigkeit unterstellen, könnte er mit bis zu drei Monaten Gefängnis und/oder einem Bußgeld von bis zu 500 US-Dollar davonkommen. Vom Schmerzensgeld für die Geschädigte ganz abgesehen – und das kann in den USA richtig teuer werden.
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