Musk: Kostenübernahme bei Klage gegen Epstein-Quellen – Super-Bowl-Pause mit Opfervideo

Eine viel beachtete Super-Bowl-Werbung zu Opfern des Sexualverbrechers Jeffrey Epstein befeuert die anhaltenden Diskussionen in den USA. Elon Musk reagierte auf X mit der Ankündigung, die Verteidigungskosten "für jeden zu übernehmen", der mit Hintergrundwissen an die Öffentlichkeit tritt und daraufhin verklagt wird.

Opfer aus dem perfiden internationalen Sexhandelsring, die mit den Verbrechen von Jeffrey Epstein in Verbindung stehen, nutzten am vergangenen Wochenende die Chance auf millionenfache Aufmerksamkeit, um in einer viel beachteten Super-Bowl-Werbung mehr Transparenz und die Veröffentlichung der verbleibenden Ermittlungsakten zu fordern. In einer direkten Ansprache an die Nation forderten die Frauen die Behörden auf, alle Dokumente zu veröffentlichen und weiterhin Druck auf die Justiz auszuüben. Elon Musk reagierte auf X mit einer Offerte zur aktiven Unterstützung der namentlichen Aufdeckung der weiterhin zuhauf ungenannten Täter.

In der Videobotschaft wurde US-Justizchefin Pam Bondi direkt angesprochen und aufgefordert, weitere Akten freizugeben, da die bisherigen Offenlegungen nach Ansicht der Überlebenden und Opfervertreter bei weitem nicht ausreichen, um die Täter und Täterinnen juristisch anzuklagen.

Emotionale Bilder zeigten die Betroffenen zu dem Zeitpunkt, als der mutmaßliche Missbrauch begann, während auf den Bildschirmen die Botschaft "Steht uns bei, sucht die Wahrheit" zu lesen war. CNN-Journalist John Acosta kündigte dazu am vergangenen Wochenende an:

"Die Überlebenden von Epstein veröffentlichen diese Anzeige am Super Bowl-Sonntag, um die Botschaft zu vermitteln, dass sie den größten Sexhandels-Skandal der Welt nicht einfach 'hinter sich lassen' werden."

Matt Walsh, ein konservativer US-Kolumnist, reagierte auf den Hinweis durch den CNN-Kollegen mit dem konfrontativen Kommentar:

"Ich bin absolut dafür, die Akten freizugeben. Diese Frauen könnten auch jederzeit einfach die Namen ihrer Peiniger nennen. Stattdessen haben sie eine monatelange Öffentlichkeitskampagne gestartet, die seltsamerweise erst genau in dem Moment begann, als Biden sein Amt niederlegte. Sie behaupten, die Namen von Kinderschändern in den mächtigsten Positionen der Gesellschaft zu kennen, aber sie wollen sie uns nicht nennen." 

Ausgehend von der nicht unberechtigten Sorge von Opfern wie auch potenziellen Informanten, dass sie keine Realnamen von Tätern und Involvierten nennen können, weil sie sonst verklagt werden, erklärte Walsh weiter provokativ auf X:

"Sie könnten die Namen einfach einem ihrer vielen (und meist sehr neuen) Fürsprecher im Kongress nennen, der die Namen dann im Plenum vorlesen könnte."

Diese Replik animierte wiederum den US-Milliardär Elon Musk zu der Offerte:

"Ich werde die Verteidigungskosten für jeden übernehmen, der die Wahrheit darüber sagt und dafür verklagt wird."

Da die US-Gesetzgeber und Ermittler laut Medien angekündigt haben, auch nach dem jüngsten Riesenkonvolut voraussichtlich weiteres Material zu überprüfen, geht es den Unterstützern und Befürwortern der Videokampagne "um Rechenschaftspflicht, Antworten und die Gewährleistung, dass die Überlebenden Gehör finden", so US-Medien.

Seit der Veröffentlichung von Millionen Daten in Form von eingescannten E-Mails und Fotos aus dem gesicherten Bestand von Jeffrey Epstein erfährt der Sexskandal ein bis dato ungekannt großes Interesse auch in den Mainstream-Medien, die speziell zur Zeit vor dem Beginn von Trumps aktueller Amtszeit sehr viele Mutmaßungen und Namensnennungen als mutmaßliche "Verschwörungstheorien" bezeichneten.

Aktuell nehmen die "Recherchen" und entsprechende Berichte auch außerhalb der USA zu – etwa in Norwegen und Großbritannien bis hin zu ersten Namensnennungen in Deutschland. (Beispiel 1, Beispiel 2).

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