Das offizielle Washington hat seine Pläne für eine militärische Besetzung Grönlands nicht aufgegeben. Dies berichtet Reuters. Im US-Kongress machten sich diesbezüglich Sorgen breit, so die Nachrichtenagentur unter Verweis auf zwei "Quellen mit Kenntnis der Lage" – und zwar nicht allein in den Reihen der Parlamentarier von der Demokratischen Partei, sondern gleichermaßen auch unter Republikanern:
"Auf dem Capitol Hill äußerten Demokraten und Republikaner Besorgnis darüber, dass die Regierung offenbar erneut eine größere Militäroperation plant, ohne zuvor den Kongress konsultiert zu haben."
Einige Abgeordnete hätten Außenminister Marco Rubio und andere hochrangige Beamte vor einem solchen Schritt gewarnt, so der Artikel weiter. Speziell republikanische Abgeordnete im Senat, der Oberkammer des US-Parlaments, befürchten demach, der Kongress würde Untersuchungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump beantragen, sollte er in Grönland intervenieren.
Gleichzeitig sollen Personen aus dem Umfeld der US-Regierung behauptet haben, eine militärische Besetzung der Insel sei nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden.
Trump, so hält die Reuters-Autorin fest, lasse in seiner zweiten Amtszeit nicht von Versuchen ab, außenpolitische Entscheidungen zu zentralisieren und sich dabei auf vertrauliche Berater zu verlassen, wobei Experten außen vor gelassen werden. Ähnlich wie für Grönland gelte dies für den Verhandlungsprozess um eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts und auch für Washingtons Politik bezüglich Syriens.
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