Im Rahmen der "Durchführungsverordnung 14199" lässt der amtierende US-Präsident Donald Trump offiziell mitteilen, dass die USA aus insgesamt 66 international agierenden Organisationen austreten, die im Rahmen einer durchgeführten "Überprüfung der Trump-Regierung als verschwenderisch, ineffektiv und schädlich eingestuft" wurden. In der Auflistung finden sich 31 UN-nahe Behörden und Organisationen sowie weitere "hybride Bedrohungen" der USA.
US-Präsident Trump "hat aus seiner Verachtung für viele internationale Organisationen nie ein Geheimnis gemacht", kommentiert die ARD-Tagesschau-Redaktion die Mitteilung aus dem Weißen Haus. Zu den Gründen des Vorgangs heißt es in der Mitteilung auf der Webseite des US-Außenministeriums:
"Die Trump-Regierung hat festgestellt, dass diese Institutionen in ihrem Wirkungsbereich überflüssig, schlecht verwaltet, unnötig, verschwenderisch und schlecht geführt sind."
Die Spiegel-Redaktion erkennt in der Maßnahme die bewusste Fortsetzung des "Isolationismus der Regierung von US-Präsident Donald Trump". Unter den gelisteten UN-Behörden und Organisationen finden sich beispielsweise der "Demokratiefonds", die "Einrichtung für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau", der "Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC)" für Afrika, Lateinamerika und Asien sowie der Weltklimarat IPCC.
Die meisten der aufgelisteten Einrichtungen sind UN-nahe Agenturen, Kommissionen und beratende Gremien, die sich mit Themen wie Klima, Arbeitsbedingungen, Diversität und Bevölkerung befassen. Laut der Mitteilung würden diese manipulativ von Akteuren vereinnahmt, deren Interessen jenen der USA zuwiderliefen oder eine "Bedrohung für die Souveränität, die Freiheiten und den allgemeinen Wohlstand der Nation" darstellen. US-Außenminister Rubio bezeichnete die gelisteten Organisationen auf X als "antiamerikanisch, nutzlos oder verschwenderisch".
Bereits vor einem Jahr trat Trump kurz nach seinem Amtsantritt erneut aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus, nachdem die USA 2021 unter Joe Biden wieder beigetreten waren. Der Weltgesundheitsorganisation WHO, dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA), dem UN-Menschenrechtsrat und der UN-Kulturorganisation UNESCO ließ die Trump-Administration mit Beginn der Regierungsarbeit die finanzielle Unterstützung streichen.
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