Joe Biden hebt Trumps Ausschluss von Transgender-Personen aus US-Streitkräften auf

Joe Biden hat das Dienstverbot für Transgender-Personen im US-Militär aus der Trump-Ära aufgehoben. Der neue US-Präsident bezeichnete dieses Verbot als diskriminierend. Das Weiße Haus teilte mit, Fälle von Entlassungen von transgender Militärpersonal würden überprüft.

US-Präsident Joe Biden hat eine Verfügung unterzeichnet, die den Ausschluss von Transgender-Personen aus den US-Streitkräften aufhebt. Das Dokument wurde auf der Webseite des Weißen Hauses veröffentlicht. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Biden:

"Heute habe ich das diskriminierende Verbot von Transgender-Soldaten aufgehoben. Es ist ganz einfach: Amerika ist sicherer, wenn jeder, der für den Dienst qualifiziert ist, dies offen und mit Stolz tun kann."

Die Sprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki teilte mit, Fälle von Entlassungen von Transgender-Militärpersonal aufgrund von Geschlechtsidentitäten würden überprüft:

"Präsident Biden ist der Ansicht, dass eine Geschlechtsidentität kein Hindernis für den Militärdienst sein sollte und dass die Stärke Amerikas in seiner Vielfalt liegt. Amerika ist zu Hause und auf der ganzen Welt stärker, wenn es inklusiv ist."

Der Ausschluss von Transgender-Personen aus dem US-Militär war zum ersten Mal im Juni 2016 nach einer langjährigen Debatte aufgehoben worden. Das entsprechende Dekret wurde von US-Präsident Barack Obama unterzeichnet. Im August 2017 führte sein Nachfolger Donald Trump das Verbot erneut ein. Transgender-Militärpersonal und LGBT-Organisationen hatten Trumps Entscheidung scharf kritisiert.

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