Die Schweiz hatte nach dem Unglück im japanischen Atomkraftwerk Fukushima im Jahr 2011 beschlossen, keine neuen Atomkraftwerke mehr zu bauen. Der Zeitpunkt des Rückbaus der alten Anlagen liege aber im Ermessen des Betreibers, sagte ein Sprecher der Atomaufsicht ESNI. Solange die Sicherheit gewährleistet sei, könne ein Werk am Netz bleiben.
Vier Schweizer Reaktorblöcke bleiben vorerst in Betrieb: Beznau I und II aus den Jahren 1969 und 1971 nahe der deutschen Grenze bei Waldshut-Tiengen sowie Gösgen (1979) und Leibstadt (1984).
Beznau galt jahrelang als ältestes noch in Betrieb befindliches Kernkraftwerk der Welt. Das änderte sich vor ein paar Jahren, weil die ersten beiden Betriebsmonate als Testbetrieb eingestuft wurden. So gibt es jetzt in den USA, Frankreich und Indien ältere Kraftwerke. Weltweit sind nach Angaben der Atomenergiebehörde IAEA gut 450 Atomkraftwerke in Betrieb und mehr als 50 im Bau. (dpa)
Mehr zum Thema - Macron: Atomkraftwerk Fessenheim wird 2020 geschlossen