Donau-Tiefstand: Ungarn kämpft um Kühlung des Kernkraftwerks Paks

Aufgrund extremer Dürre und historisch niedriger Wasserstände der Donau wächst in Ungarn die Sorge um die Energieversorgung. Budapest hat nahe des Kernkraftwerks Paks, dem wichtigsten Kraftwerk des Landes, Notfallmaßnahmen eingeleitet, da die Kühlung gefährdet ist.

Das aus der Sowjetzeit stammende Werk mit vier Reaktoren und einer Leistung von rund 2 GW deckt normalerweise bis zu 50 Prozent des ungarischen Strombedarfs. Anfang August musste die Stromproduktion drastisch gedrosselt werden, das AKW Paks stand unmittelbar vor einem Totalausfall.
 
Um eine Komplettabschaltung zu verhindern, lässt die Regierung nun eine künstliche Sohlschwelle aus bis zu 185.000 Kubikmetern Gestein im Flussbett errichten. Zudem wird die Versenkung von zwei großen Lastkähnen vorbereitet, um das verbleibende Wasser gezielt zu den Kühlpumpen umzuleiten.
 
Gleichzeitig gelten in mehr als 100 Orten Wasserrestriktionen. Die wochenlange Hitze und Dürre beeinträchtigen die Wasserversorgung, die Schifffahrt und die Energieinfrastruktur in der gesamten Region.

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