Völkerrechtswidriger Einsatz von US-Drohnen in Syrien durch russische SU-35 gestört

Nach Angaben der US-Air Force ist es am Mittwoch zu einem Zwischenfall zwischen russischen Kampfjets und US-Drohnen über Syrien gekommen. Die russische Seite hat den Vorfall bislang weder bestätigt noch kommentiert.

Russische Kampfjets sollen am Mittwoch über Syrien mehreren US-Drohnen gefährlich nahegekommen sein und sie zu Ausweichmanövern gezwungen haben.

Die U.S. Air Force hat ein Video der angeblichen Begegnung veröffentlicht. Es soll zeigen, wie sich eine russische SU-35 einer amerikanischen Reaper-Drohne nähert und eine Reihe von Fallschirm-Leuchtgranaten in die Flugbahn der Drohne wirft. Die U.S. Air Force gibt an, dass drei der US-Drohnen nach 10.30 Uhr Ortszeit über Syrien im Rahmen eines nicht näher bezeichneten Einsatzes gegen die Gruppe Islamischer Staat operierten, als drei der russischen Flugzeuge "begannen, die Drohnen zu belästigen".

In einer Erklärung behauptete die Air Force auch, dass einer der russischen Piloten sein Flugzeug vor eine Drohne bewegte und den Nachbrenner der SU-35 einschaltete. Der Strahl des Nachbrenners hätte die Elektronik der Drohne beschädigen und die Fähigkeit des Drohnenpiloten, die Drohne zu bedienen, somit beeinträchtigen können. "Russische Militärflugzeuge haben sich unsicher und unprofessionell verhalten, während sie mit US-Flugzeugen in Syrien interagierten", heißt es darin.

Die russischen Streitkräfte sind auf Wunsch der syrischen Regierung seit 2015 in Syrien im Einsatz. Im Gegensatz dazu haben die USA weder ein Mandat der Regierung noch der Vereinten Nationen. Das russische Verteidigungsministerium hat sich zu diesem Vorfall bislang nicht geäußert.

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