Russisches Frachtflugzeug mit medizinischer Ausrüstung für Corona-Krise landet in New York

Das russische Frachtflugzeug mit Corona-Hilfsgütern an Bord ist in New York gelandet. Die Lieferung der dringend benötigten medizinischen Güter in die USA kam zustande, nachdem US-Präsident Trump am Montag ein Hilfsangebot von seinem russischen Amtskollegen, Wladimir Putin, angenommen hatte.

Das Flugzeug startete Mittwochnacht ins 8.000 Kilometer entfernte New York. Die berühmte US-Stadt ist am schlimmsten vom Coronavirus betroffen. Allein hier wurden über 45.000 Menschen positiv auf das neuartige Virus getestet, 2.000 Menschen starben bislang daran. Mittlerweile soll das Gesundheitssystem dort so überlastet sein, dass sich teilweise zwei Menschen ein Beatmungsgerät teilen müssen. 

Die Lieferung aus Russland war am Montag zwischen dem russischen und dem US-Präsidenten in einem Telefongespräch vereinbart worden. Wladimir Putin und Donald Trump sprachen über die sich rasant ausbreitende COVID-19-Pandemie sowie über den großen Mangel an Schutzausrüstung in den USA, wie der Pressedienst des Kremls mitteilte.

Moskau erklärt, es habe sich entschieden zu helfen, da die Coronavirus-Pandemie "ausnahmslos alle Menschen betrifft und globaler Natur ist". Trump seinerseits beschrieb die Hilfe Russlands als "nett" und sprach von einer "sehr, sehr großen Flugzeugladung".

Wie das US-Außenministerium nach dem Trump-Putin-Telefonat vom Montag erklärte, hätten die USA "zugestimmt, benötigte medizinische Güter zu kaufen".

Die USA sind bei weitem das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land der Welt, da sich die Zahl der Infizierten in rasantem Tempo auf über 216.000 erhöht hat.