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Tommy Robinson zu neun Monaten Haft verurteilt – Protest vor Gericht und BBC-Crew angegriffen

Nachdem der rechte Aktivist Tommy Robinson zu neun Monaten Haft verurteilt worden war, hat sich eine große Menge seiner Anhänger zusammengefunden und lautstark gegen das Urteil protestiert. Robinson hatte Verdächtige in einem Prozess gefilmt und per Livestream gezeigt, die sich am Leeds Crown Court im Mai 2018 für Kindersexhandel verantworten mussten. Einer der wütenden Demonstranten ging sogar so weit und griff ein TV-Team der BBC an.
Tommy Robinson zu neun Monaten Haft verurteilt – Protest vor Gericht und BBC-Crew angegriffen

Die Protestmenge hatte sich vor dem Gerichtsgebäude versammelt. Nachdem die Nachricht über Robinsons Verurteilung zu ihnen vor den Toren des Old Bailey durchgesickert war, sollen Polizisten mit Dosen und Flaschen beworfen worden sein. Sie sangen vor dem Old Bailey "Schande über dich", "Abschaum", "Lasst Tommy frei" und "Wir wollen unser Land zurück".

Die Menge marschierte dann zum Parliament Square, wo ein BBC-Team angegriffen wurde. Die Polizei griff ein und nahm den Mann fest. Außerdem nahm die Polizei einen Robinson-Anhänger vor der Westminster Abbey fest, während die aufgebrachte Menge die Polizisten ausbuhte und beschimpfte.

Im Mai 2018 wurde Robinson, der im echten Leben Stephen Yaxley-Lennon heißt, zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er vor Gericht Live-Streaming-Material von Angeklagten in einem Strafverfahren veröffentlicht hatte. In Folge dessen soll einer der Angeklagten von Privatpersonen identifiziert, zu Hause aufgesucht und belästigt worden sein.

Robinson legte erfolgreich Berufung ein, und das Urteil wurde nach nur zwei Monaten Gefängnis aufgehoben. Der Fall wurde dann an den Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox übergeben, der erklärte, dass es im öffentlichen Interesse sei, ein neues Verfahren einzuleiten. Das Gericht begründete das Urteil damit, dass seine Aktion ein Akt zur Ermunterung zur Selbstjustiz gewesen sei. Die bereits abgesessene Zeit im Gefängnis wird dabei berücksichtigt. Robinson sagte, dass der Fall gegen ihn politisch motiviert ist und dass er für Journalismus bestraft würde. 

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