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Frankreich: Aufstände gegen die Polizei halten an – wieder brennen Autos, Tausende protestieren

In Grenoble kam es am Mittwoch die vierte Nacht in Folge zu Unruhen, nachdem zwei Jugendliche bei einer Verfolgungsjagd durch die Polizei tödlich mit einem Bus kollidierten. Seit Beginn der Unruhen Samstagnacht wurden Dutzende Fahrzeuge angezündet. Jugendliche und Polizei gerieten wieder im Stadtteil Mistral, dem Wohnort der beiden Verstorbenen, aneinander, allerdings beruhigte sich die Lage bis Mitternacht wieder weitestgehend.
Frankreich: Aufstände gegen die Polizei halten an – wieder brennen Autos, Tausende protestieren

Am Tage hatten rund 2.000 Menschen an einem stillen weißen Marsch teilgenommen, um der beiden bei einem Unfall getöteten Jungen zu gedenken. Dazu hatten Familienmitglieder und Freunde der beiden tödlich verunglückten Teenager, namens Fatih Karakuss und Adam Soli, aufgerufen.

Auf einer anschließenden Pressekonferenz hat der Anwalt, der die Familien der Opfer vertritt, den offiziellen Bericht der Polizei über den Vorfall angefochten und widerlegt.

Laut dem Anwalt war das Licht des Unfall-Rollers der Jugendlichen entgegen der Behauptung der Polizei voll funktionstüchtig. Die 17- und 19-Jährigen waren Samstagabend zu zweit auf einem Motorroller unterwegs, haben beide keine Helme getragen und waren während der Verfolgungsjagd mit einem Bus auf einer Brücke kollidiert. Die Familien und der Anwalt kritisieren, dass die Polizei sie ohne triftigen Grund durch die Verfolgungsjagd in Gefahr gebracht hat.

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