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"Appelliere an andere Staaten, Pressefreiheit zu wahren" – Juncker erhält Freiheitspreis der Medien

Der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker ist am Freitag von der Weimer Media Group in Tegernsee mit dem Freiheitspreis der Medien ausgezeichnet worden.
"Appelliere an andere Staaten, Pressefreiheit zu wahren" – Juncker erhält Freiheitspreis der Medien

Er nutzte die Verleihung dazu, einen Appell an die politisch Verantwortlichen zu richten, und erklärte:


Es gibt Länder in Europa, auch Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die einen sehr legeren Umgang mit der Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit pflegen, und deshalb ist dieser Preis auch, der mir ihr dankenswerterweise verliehen wird, ein Appell an die, die das Sagen haben in den Staaten und den Nationen, die Freiheit der Medien zu achten. Ohne Medienfreiheit und ohne Pressefreiheit gibt es keine Demokratie.


Die Jury argumentierte, dass der 64-jährige EU-Kommissionspräsident die Einheit Europas im Geiste der Solidarität und des Humanismus in Zeiten von steigendem Populismus, der Flüchtlingskrise und des Brexits bewahren vermochte.

Juncker erwähnte auch den Europäischen Fond für strategische Investitionen (EFSI), eine Investitionsoffensive, die auch Juncker-Plan genannt wird, und erklärte, dass der Plan bisher Investitionen in Höhe von über 379 Milliarden Euro angeregt und damit das ursprüngliche Ziel von 315 Milliarden Euro deutlich übertroffen habe.

Der Juncker-Plan wurde 2015 von der Europäischen Investitionsbank und der Europäischen Kommission aufgestellt und zielt darauf ab, die Wirtschaft der EU durch die Mobilisierung privater Mittel für strategische Investitionen anzukurbeln.