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Frankreich: Bürgermeister öffnet Museen trotz Lockdown

Direktoren von Kunstzentren und Museen bemühen sich in einem offenen Brief an den Präsidenten um eine Wiedereröffnung ihrer kulturellen Einrichtungen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen seien zwar geringer als für Restaurants, Bars und die Event-Industrie, aber dennoch real.

Petitionen und ein offener Brief an den französischen Präsidenten. So versuchen Direktoren von Kunstzentren und Museen eine Wiedereröffnung ihrer kulturellen Einrichtungen zu erzielen. Im Brief der Kunstpresse ist zu lesen, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen zwar geringer seien als für Restaurants, Bars und die Event-Industrie, aber dennoch real. Die Stadt Perpignan preschte nun vor und öffnete vier ihrer Museen. Der stellvertretende Bürgermeister und Kultursenator André Bonnet sagte:

"Wir haben ein strenges Hygieneprotokoll eingeführt, das es uns ermöglicht hat, […] durch die Unterzeichnung eines städtischen Dekrets zu öffnen."

Die örtliche Präfektur soll in den kommenden Tagen entscheiden, ob sie die Entscheidung des Bürgermeisters von Perpignan aufhebt und die Schließungsmaßnahmen durchsetzt. In Frankreich wurde der Gesundheitsnotstand am Mittwoch per Abstimmung in der Pariser Nationalversammlung bis Juni verlängert. Der Ausnahmezustand bietet einen rechtlichen Rahmen für Beschränkungen. Aktuell gelten weiterhin Ausgangssperren. Schulen, Kindergärten und kleine Einzelhandelsgeschäfte sind allerdings geöffnet.