Seit dem einseitigen Austritt der Vereinigten Staaten aus dem 2015 geschlossenen Nuklearabkommen (JCPOA) wachsen die Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Sanktionen traten erneut in Kraft. US-Präsident Donald Trump verfolgt eine Politik des maximalen Drucks gegen den Iran. Die iranische Regierung spricht von einem Wirtschaftskrieg.
Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hofft, dass ein Gefangenenaustausch mit den Vereinigten Staaten die Freilassung des iranischen Wissenschaftlers Masoud Soleimani ermöglicht. Soleimani arbeitete im Bereich der Stammzellenforschung.
Sarif hatte den Austausch in New York während seines Besuchs bei der UN-Generalversammlung zur Sprache gebracht.
Soleimani wurde im vergangenen Oktober aufgrund des Vorwurfs, gegen Handelssanktionen verstoßen zu haben, verhaftet. Sein US-Visum hatten die Behörden für ungültig erklärt. Der iranische Wissenschaftler habe versucht, Labor- und medizinische Geräte in den Iran zu bringen. Teheran spricht von rückhaltlosen Vorwürfen.
Der iranische Außenamtssprecher Abbas Mousavi erklärte:
Wir haben eine Liste mit den Namen derer (an die USA) übergeben, die befreit werden müssen. Wir hoffen, dass diese Versuche, wenn sie mit gutem Willen einhergehen, sich bald auszahlen und Dr. Soleimani sowie andere Iraner schon bald aus US-amerikanischer Gefangenschaft entlassen werden.
Im Mai hatte der Iran den ehemaligen Militärveteran Michael R. White zu zehn Jahren Haft verurteilt. Es soll noch drei weitere US-Amerikaner geben, die sich in iranischer Haft befinden.