Chinas Handel mit Ländern, die an seiner ehrgeizigen Belt and Road Initiative (BRI) teilnehmen, hat sich gesteigert und erreichte in der ersten Jahreshälfte 617,5 Milliarden US-Dollar. Angaben der Zollbehörden zeigen, dass der Handel Chinas mit den BRI-Ländern im Berichtszeitraum um 9,7 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Damit wurde die Wachstumsrate des chinesischen Gesamthandels, die mit 3,9 Prozent stabil blieb, übertroffen.
Die Exporte und Importe mit Russland stiegen um 11,5 Prozent, die mit Saudi-Arabien um 34 Prozent und mit Ägypten um 11 Prozent.
Chinas Handelsministerium erklärte letzte Woche, dass das Land Abkommen über die BRI-Zusammenarbeit mit 18 arabischen Ländern unterzeichnet hat. Im Jahr 2018 erreichte der Handelsumsatz zwischen China und den arabischen Staaten 244,3 Milliarden US-Dollar und stieg damit im Jahresvergleich um 28 Prozent.
Die Belt and Road Initiative, die als Projekt der Seidenstraße des 21. Jahrhunderts, oder einfach Neue Seidenstraße bezeichnet wird, wurde vor sechs Jahren vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping angekündigt. Seitdem hat Peking 173 Abkommen mit 125 Ländern, darunter Industrie- und Entwicklungsländer, und 29 internationalen Organisationen unterzeichnet.
Die Initiative im Wert von mehreren hundert Billionen US-Dollar zielt darauf ab, die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Asien, Europa, Afrika und Lateinamerika zu verbessern. Experten sagen, dass es den Welthandel deutlich ankurbeln und die Handelskosten für die beteiligten Länder halbieren wird.
Mehr zum Thema - Chinas Außenminister: Jedes Land willkommen, sich der Neuen Seidenstraße anzuschließen